Untersuchungsablauf in der Szintigrafie

Die Szintigrafie ist eine Funktionsuntersuchung von Organsystemen. In unserer Praxis untersuchen wir die Schilddrüsenfunktion (Schilddrüsenszintigrafie) und den Knochenstoffwechsel (Skelettszintigrafie). Dazu werden spezielle gering radioaktive Substrate vor oder während der Untersuchung über eine Armvene appliziert.  Das zu untersuchende Organ speichert für eine gewisse Zeit das radioaktive Präparat, welches eine sehr geringe Gamma- Strahlung aussendet, die dann mit Hilfe der sogenannten Gamma- Kamera erfasst wird.  Damit sich die radioaktiven Substrate anreichern können, ist zunächst eine Wartezeit mit einzuplanen, die bei der Schilddrüsenuntersuchung ca. 20 Minuten, aber bei normalen Knochenuntersuchung 2- 3 Stunden dauert. In dieser Zeit sollten Sie viel trinken. Dann werden Sie für eine gewisse Zeit in die Kamera gelegt, die wie ein Ring aussieht, in dem ein flacher Detektor rotieren kann, der an die entsprechende Position (z.B. über dem Hals bei der Schilddrüsenuntersuchung) gefahren wird. Während der Knochenuntersuchung fahren Sie langsam durch den Ring, so daß alle Regionen des Skeletts erfasst werden können. Wichtig ist, daß Sie in dieser Zeit sehr ruhig liegen, damit die kleinen Signale, die im Rechnersystem verarbeitet werden, örtlich zugeordnet werden können. Die für die Diagnostik verwendeten radioaktiven Substrate zerfallen sehr schnell und werden dann hauptsaächlich über die Nieren ausgeschieden.
Die entstandenen Bilder dienen dann dem Arzt zur Diagnostik verschiedener Erkrankungen, so z. B. der Differenzierung sogenannter "kalter" oder "heißer" Knoten in der Schilddrüse oder durch Aktivitätsanreicherungen im Knochen bei Entzündungen, Degenerationen oder tumorösen Veränderungen.