Schmerzbehandlung im CT

  • periradikuläre Therpie (PRT)
Achtung! Die Überweisung zu dieser Behandlung für Versichterte der GKV darf nur über einen Schmerztherapeuten erfolgen.

Dabei handelt es sich um eine lokale Schmerz- und Entzündungstherapie, die direkt an der Nervenwurzel ansetzt.

Indikation:
Chronische radikuläre Schmerzsyndrome an der Lendenwirbelsäule bei kleinen noch nicht zu operierenden Bandscheibenvorfällen, weiter bestehende Schmerzen nach Operationen durch z. B. Narbengewebe (Postdiskektomiesyndrom)

Technik:
Der Patient liegt in Bauchlage auf dem Untersuchungstisch. Nach CT - gestützter Lokalisation und nach Desinfektion und Lokalanästhesie erfolgt die Sondierung des Zielgebietes in unmittelbarer Nähe der  zu behandelnden Nervenwurzel mittels einer  dünnen Kanüle. Nach Lagekontrolle wird dann über die liegende Kanüle ein Gemisch aus  einem Lokalanästhetikum und einem Entzündungshemmer (kristallines Corticoid) appliziert. Dieses Gemisch verteilt sich dann um die Nervenwurzel. Wiederholte Infiltrationen in einem Zeitraum von 4 - 6 Wochen verbessern die Aussicht auf langanhaltenden Erfolg.




Wirkung:
Das Lokalanästhetikum und der Entzündungshemmer (Steroid) erreichen den Spinalnerven und sein Ganglion und bewirken dort , direkt am Entstehungsort, eine Verminderung der Schmerzen im Rücken und in den Beinen und der lokalen Entzündungsreaktionen. Motorische Einschränkungen treten dabei wegen der geringen Konzentration des Lokalanästhetikums nur selten auf, können aber durchaus im Anschluss an die Behandlung auch mal zur vorrübergehenden Schwäche in den von der Nervenwurzel abhängigen Muskeln führen.

Aufklärungsbogen


  • Infiltration des Iliosakralgelenkes oder der Facettengelenke der Wirbelsäule

Achtung! Diese Behandlung kann für Versicherte der Gesetzlichen Krankenkassen nur auf Überweisung von einem Schmerztherapeuten erfolgen



Hierbei werden gereizte Nervenrezeptoren im geleknahen hinteren Bandapparat und in den Kapseln der Gelenke geblockt.

Indikation:
Pseudoradikuläre Lumbalsyndrome
ISG- Blockaden
Sakroileitis

Technik:
Der Patient liegt in Bauchlage auf dem Untersuchungstisch. Nach CT- gestützter Lokalisation und nach Desinfektion und Lokalanästhesie erfolgt die Sondierung des Zeilgebietes im hinteren Bandapparat in unmittelbarer Nähe des Iliosakralgelenkes mit einer dünnen Kanüle. Nach Lagekontrolle wird dann über die liegende Kanüle ein Gemisch aus einem Lokalanästhetikum und einem Entzündungshemmer direkt in und an das Gelenk und den Bandapparat installiert.

Wirkung:
Unterbrechung des Schmerzreizes und Minderung der lokalen Entzündungsreaktionen am Iliosakralgelenk und den Facettengelenken.